Katzenstreu und Umwelt: Warum mineralische und Silica-Streu die Umwelt belasten

Das Wichtigste in Kürze
Mineralische und Silica-Katzenstreu belasten die Umwelt vor allem bei der Entsorgung: Sie sind nicht brennbar und landen als Schlacke auf Deponien. Pflanzenbasierte Katzenstreu aus nachwachsenden Rohstoffen ist die ressourcenschonendere Alternative, weil sie nahezu vollständig verbrannt werden kann.
- In der Schweiz werden jährlich rund 55’000 Tonnen mineralische Katzenstreu über den Hauskehricht entsorgt und machen dabei etwa 8 % der gesamten KVA-Schlacke aus (VBSA).
- Silica-Katzenstreu wird energieintensiv bei bis zu 1450 °C gebrannt, meist aus China importiert und hinterlässt ebenfalls einen deponiepflichtigen Rückstand (BAFU/SRF).
- Ein Wechsel auf biobasierte Katzenstreu würde die Schlackemenge um 5 bis 8 % senken und schweizweit über 10 Mio. Franken sowie rund 2’000 Lastwagenfahrten pro Jahr einsparen (VBSA).
- Pflanzenbasierte Streu besteht aus Recycling-Holz, Zellulose, Holzfasern oder Maisfasern und kann in der Kehrichtverwertungsanlage nahezu vollständig verbrannt werden.
Warum die Wahl der Katzenstreu mehr Einfluss auf die Umwelt hat, als viele denken
Jedes Jahr fallen in der Schweiz zehntausende Tonnen Katzenstreu als Abfall an. Was viele Katzenhalterinnen und Katzenhalter nicht wissen: Die grösste Umweltbelastung entsteht oft nicht bei der Nutzung, sondern bei der Herstellung, dem Transport und insbesondere bei der Entsorgung von mineralischer Katzenstreu und Silica-Katzenstreu.
Der Kanton Zürich weist darauf hin, dass die wirksamste Form des Umweltschutzes darin besteht, Abfälle zu vermeiden und Ressourcen zu schonen. Genau hier beginnt ein oft übersehener Hebel im Alltag von Katzenbesitzern.
Quelle: zh.ch (1)
Das Problem mit mineralischer Katzenstreu
Mineralische Katzenstreu besteht überwiegend aus Bentonit und anderen Tonmineralien. Diese Materialien werden in Minen abgebaut – häufig in Produktions- und Herkunftsländern wie Kanada, Südamerika, der Türkei oder Tschechien –, anschliessend verarbeitet und über teilweise sehr weite Strecken transportiert.
Gemäss dem Verband der Betreiber Schweizerischer Abfallverwertungsanlagen (VBSA) werden in der Schweiz jährlich rund 55’000 Tonnen mineralische Katzenstreu über den Hauskehricht entsorgt. Das Material ist nicht brennbar und kann in Kehrichtverwertungsanlagen weder energetisch genutzt noch verbrannt werden. Es landet vollständig als Rückstand in der Schlacke.
Quelle: vbsa.ch (2)
Die Folgen
- Hohe Rohstoffentnahme durch den Abbau von Tonmineralien
- Lange Transportwege aus Produktions- und Herkunftsländern wie Kanada, Südamerika, der Türkei oder Tschechien bis zum Verbraucher
- Keine energetische Nutzung in Kehrichtverwertungsanlagen
- Verbleib als Schlacke auf Deponien
- Zusätzliche Entsorgungs- und Deponiekosten für die Allgemeinheit
Der VBSA schätzt, dass mineralische Katzenstreu mittlerweile rund 8 % der gesamten KVA-Schlacke ausmacht.
Quelle: vbsa.ch (2)
Das Problem mit Silica-Katzenstreu
Auch Silica-Katzenstreu (Silikatstreu) bringt ökologische Herausforderungen mit sich.
Gemäss dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) und SRF bleibt bei Silikatstreu nach der Verbrennung ebenfalls ein nicht brennbarer Rückstand zurück, der als Schlacke deponiert werden muss.
Zusätzlich ist die Herstellung energieintensiv: Quarzsand wird technisch verarbeitet und in Öfen bei sehr hohen Temperaturen von bis zu 1450 Grad zu den bekannten Silica-Kristallen gebrannt. Silica-Produkte stammen zudem aus China und gelangen über lange internationale Transportwege nach Europa. Dadurch entstehen weitere Umweltbelastungen entlang der gesamten Lieferkette.
Dieses Audio stammt von SRF Espresso und dient als ergänzende Informationsquelle.
Quelle: srf.ch (3), bafu.admin.ch (4)
Katzenstreu als unterschätztes Deponieproblem
SRF bezeichnet Katzenstreu als den «blinden Fleck» der Schweizer Abfallwirtschaft. Experten weisen darauf hin, dass die Entsorgung von Bentonit-Streu heute das größte Umweltproblem darstellt.
Für die Herstellung wird Bentonit unter anderem in Kanada, Südamerika, der Türkei oder Tschechien gewonnen. Anschliessend wird das Material getrocknet, verarbeitet und importiert. Der grösste Nachteil entsteht jedoch am Ende des Lebenszyklus:
«Bentonit ist nicht brennbar. Wird Katzenstreu aus Ton über den Hausmüll entsorgt, bleibt es als Schlacke in den Kehrichtverwertungsanlagen zurück und muss in Deponien gelagert werden.»
Laut VBSA verursachen die jährlich anfallenden Mengen mineralischer Katzenstreu ungefähr 8 % der gesamten Abfallschlacke, die in Schweizer Deponien eingelagert werden muss.
Dieses Audio stammt von SRF Espresso und dient als ergänzende Informationsquelle.
Quelle: srf.ch (5), vbsa.ch (2)
Die nachhaltigere Alternative: Organische Katzenstreu
Der VBSA sieht im Wechsel auf pflanzenbasierte Katzenstreu eine einfache und wirkungsvolle Lösung.
«Ein Wechsel von mineralischem zu biobasiertem Katzenstreu würde die Schlackemenge um 5 bis 8 % reduzieren und gleichzeitig den erneuerbaren Anteil der brennbaren Abfälle erhöhen.»
Pflanzenbasierte Katzenstreu wird beispielsweise aus:
- Recycling-Holz
- Zellulose
- Holzfasern
- Maisfasern
- weiteren nachwachsenden Rohstoffen
hergestellt.
Quelle: vbsa.ch (2), bafu.admin.ch (4)

Die Umweltvorteile organischer Katzenstreu
Weniger Deponieabfall
Organische Katzenstreu kann in der Kehrichtverwertungsanlage nahezu vollständig verbrannt werden. Dadurch entstehen deutlich weniger Rückstände, die deponiert werden müssen.
Quelle: srf.ch (3), bafu.admin.ch (4)
Nutzung erneuerbarer Rohstoffe
Statt endlicher mineralischer Ressourcen kommen nachwachsende Rohstoffe zum Einsatz.
Quelle: vbsa.ch (2), bafu.admin.ch (4)
Höhere Ressourceneffizienz
Die Abfallvermeidung und Schonung von natürlichen Ressourcen werden vom Kanton Zürich als zentrale Ziele einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft hervorgehoben.
Quelle: zh.ch (1)
Weniger Belastung für Deponien
Weniger Schlacke bedeutet weniger Deponieraum, weniger Transporte und geringere Entsorgungskosten. Der VBSA geht davon aus, dass durch einen breiten Umstieg auf biobasierte Katzenstreu schweizweit über 10 Millionen Franken Kosten und rund 2’000 Lastwagenfahrten pro Jahr eingespart werden könnten.
Quelle: vbsa.ch (2)

Unser ökologischer Produktvorschlag
Wer von mineralischer Katzenstreu oder Silica-Katzenstreu auf eine ökologische Alternative wechseln möchte, findet bei unseren Produkten passende Lösungen für unterschiedliche Bedürfnisse – wirksam, alltagstauglich und deutlich ressourcenschonender.
Für Käuferinnen mineralischer Katzenstreu
Als ökologische Alternative zu mineralischer Klumpstreu empfehlen wir COSYCAT BIO-Klumpstreu. Die Streu besteht aus natürlichen Holzfasern, ist klumpend, sehr saugfähig, geruchsbindend, staubarm und deutlich leichter im Handling als klassische mineralische Streu. Für alle Katzen eignet sich die bewährte Variante COSYCAT BIO-Klumpstreu. Für Langhaarkatzen empfehlen wir COSYCAT BIO-Klumpstreu GROB, da das gröbere Granulat weniger im Fell hängen bleibt und dadurch besonders komfortabel in der Anwendung ist.
Für Käuferinnen und Käufer von Silica-Katzenstreu
Für alle, die bisher Silica-Katzenstreu verwenden und eine umweltfreundlichere, nicht-klumpende Alternative suchen, empfehlen wir CATOLET NATURAL Katzen-/Tiereinstreu. Sie besteht aus 100% Recycling-Zellulose, ist sehr saugfähig, geruchsbindend, staubarm, pfotenfreundlich und eignet sich für alle Katzen, Kitten sowie Kleintiere wie Nager und Vögel.
Quellen
- Kanton Zürich: Abfallvermeidung
- VBSA: Mineralischer Katzenstreu – ein unterschätztes Abfallproblem
- SRF Espresso Aha!: Katzenstreu richtig entsorgen
- BAFU: Katzenstreu und Entsorgung [bafu.admin.ch]
- SRF Espresso: Katzenstreu – Der blinde Fleck im Schweizer Abfall
Wichtiger Hinweis: Der Abschnitt zu den Vorteilen bezieht sich auf pflanzenbasierte bzw. organische Katzenstreu. Die von den Quellen aufgezeigten Umweltvorteile ergeben sich nicht durch den Einsatz von mineralischer Katzenstreu, sondern durch den Wechsel weg von mineralischer und Silica-Katzenstreu hin zu biobasierten Alternativen.
Fragen und Antworten
Ist mineralische Katzenstreu schlecht für die Umwelt?
Ja, vor allem bei der Entsorgung. Mineralische Katzenstreu (Bentonit) ist nicht brennbar und bleibt nach der Kehrichtverbrennung vollständig als Schlacke zurück, die auf Deponien gelagert werden muss. Laut VBSA macht sie rund 8 % der gesamten KVA-Schlacke in der Schweiz aus.
Wie entsorgt man Katzenstreu richtig?
Mineralische und Silica-Katzenstreu gehören in den Hauskehricht, dürfen aber nicht in Toilette, Kompost oder Bio-Abfall. Da sie nicht brennbar sind, verbleiben sie als Schlacke. Pflanzenbasierte Katzenstreu kann in der Kehrichtverwertungsanlage nahezu vollständig verbrannt werden und verursacht dadurch deutlich weniger Deponieabfall.
Ist Silica-Katzenstreu umweltfreundlich?
Nein. Silica-Katzenstreu wird energieintensiv bei bis zu 1450 °C aus Quarzsand gebrannt und meist aus China importiert, was lange Transportwege bedeutet. Nach der Verbrennung bleibt zudem ein nicht brennbarer Rückstand zurück, der deponiert werden muss.
Was ist die nachhaltigste Katzenstreu?
Am nachhaltigsten ist pflanzenbasierte Katzenstreu aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holzfasern, Zellulose, Recycling-Holz oder Mais. Sie schont endliche Ressourcen und kann in der Kehrichtverwertungsanlage nahezu vollständig verbrannt werden, wodurch kaum Deponieabfall entsteht. Bewährte Beispiele sind die klumpende COSYCAT BIO-Klumpstreu aus Holzfasern sowie die nicht-klumpende CATOLET NATURAL aus 100 % Recycling-Zellulose.
Kann man Katzenstreu über die Toilette oder den Kompost entsorgen?
Nein. Katzenstreu gehört weder in die Toilette (Verstopfungsgefahr, hygienische Risiken) noch in den Kompost oder Bio-Abfall. Auch pflanzenbasierte Streu wird über den Hauskehricht entsorgt, wo sie in der Kehrichtverwertungsanlage verbrannt wird.
Warum ist Bentonit-Katzenstreu ein Problem für die Schweiz?
Weil Bentonit nicht brennbar ist und als Schlacke auf Deponien landet. Jährlich werden rund 55’000 Tonnen über den Hauskehricht entsorgt. Das belastet Deponien und verursacht laut VBSA Kosten, die durch einen Wechsel auf biobasierte Streu deutlich gesenkt werden könnten.

